Ferialtreffen auf der Tauplitz zu Silvester

Am Sonntag den 30.12.2018 ging es zur tief verschneiten Tauplitzalm. Aufgrund der Wettervorhersage wechselte ich noch schnell auf die Tourenschi, dass mir später noch viel Freude bereiten wird. Der Weg im Tiefschnee zu unserer Grazer Hütte war wie immer mühsam und meine Kehle sehnte sich schon nach einem Gerstensaft. Doch der erste Trank auf der Tauplitz sollte mit den Kameraden sein, so wartete ich ab bis wir uns endlich im s’Krimandl trafen. Gut gestärkt erhielten wir die Nachricht, dass unser AH Ötzi sich auf den Weg gemacht hat um uns zu unterstützen. Das Glück war an diesem Tage mit uns, denn wir saßen schon am Sessellift zum Lawinenstein, da blieb plötzlich der Lift stehen. Am Kommandostand wurden alle etwas nervös und nach einigen Minuten kam die Nachricht wir sollen absteigen. Uns war es noch möglich, schwebten wir erst 10cm über dem Boden, doch die Gruppe vor uns war bereits zu hoch.

Das Schicksal befahl uns zum Schneiderkogel zu wechseln. Der Tiefschnee abseits der Pisten war ein regelrechter Traum. Nach jeder Liftfahrt verwehte der Wind unsere Spuren und wir zogen wieder unsere eigene Spur. Nach dem Abschied von AH Ötzi war es leider Zeit für einen Schauplatzwechsel. In der Grazer Hütte besetzten wir den Aktiventisch und begannen Karten zu spielen. Um 1900 gab es endlich Abendessen, doch für Aktive Sportler leider viel zu wenig (siehe Foto unten). Der Bitte um Nachschlag gab der Hüttenwirt nach, doch diese reichte immer noch nicht aus um uns annähernd satt zu kriegen.

 

In einer gemütlichen Runde nahm der Abend seinen Lauf. Uns wurde erklärt wie die Übermacht an Kindern und Jugendlichen mit ATVern verwand ist und natürlich wurden Geschichten ihrer Aktivenzeit verbreitet.

Von rechts nach halbrechts: AH Mosquito, Quassl X, Kauz XXX, Milon SW, AH Alu, AH Spulle, AH Don

Wegen der zu kleinen Portionen auf der Hütte mussten wir unsere Mägen anderweitig füllen, dies missfiel aber dem Hüttenpersonal. Wir sollen aufpassen, denn Kinder schlafen in unserem Lager. Bevor der Zirbenschnaps die Runde ging, wechselten Teile der Aktivitas den Schauplatz und bevorzugten ein paar Stunden Schlaf.

Als wir in der früh morgens am Frühstückstisch saßen, blickten wir jedes Mal, wenn die Tür aufging, in verwunderte Gesichter. Ich glaube keiner hatte uns nach dem gestrigen Abend putzmunter als erste am Buffet erwartet.

Der Plan wäre gewesen  die ersten am Schneiderkogel zu sein, dies war leider nicht möglich, da noch für unsere Sicherheit Sprengungen am Hang durchgeführt wurden. Dies im Hintergedanken holte ich meine Lawinenausrüstung aus dem Auto, sodass wir auch abseits der gesicherten Pisten unterwegs sein konnten. Wir nutzten die Zeit ohne unseren Klotz am Bein (Snowboardfahrer)um geeignete Fotos für unser Semesteralbum sowie diesen Bericht zu schießen.

Mit Quassl, dem dritten im Bunde, ging es nach dem Mittagessen zum Mitterstein. Der ständig dichter werdende Hochnebel raubte uns jede Sicht und Motivation, deswegen entschieden wir uns nach einer offenen Hütte Ausschau zu halten.  Es war gar nicht so leicht eine zu Silvester zu finden.  Traditionsgemäß trafen wir uns mit den anderen ATVern+Familie in der Kirche um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Den restlichen Abend verbrachten wir mit Karten spielen ehe ein reichliches Buffet uns erwartete. Um für den morgigen Tag fit zu sein, hielten die anderen Aktiven einen kleinen Schönheitsschlaf, während ich mir den Hüttenzwerg gab. Leider war uns das Wetter nicht gnädig, um Mitternacht beherrschte Hochnebel die Tauplitz und man konnte nur die Raketen im Umkreis von 100m beobachten.

Früh brachen wir zur Piste auf, denn es war zum ersten Mal blauer Himmel zu beobachten. Dieser hielt für eine Fahrt und der Nebel nahm wieder seinen angestammten Platz ein. Die Pisten waren zur Abwechslung präpariert worden, so konnte man die eine oder andere Spur in den Schnee zaubern. Nach dem Mittagessen fuhr ich weiter zum Auto, die anderen verbrachten noch eine Nacht auf der Hütte.

Die Tauplitz gab uns nicht kampflos her, zuvor mussten wir noch unsere Fahrzeuge von den Schneemassen befreien, ehe wir in unsere Heimat zurückkehren konnten.